Zum Hauptinhalt springen
Kaufvorbereitung
19. Februar 2026
13 Min. Lesezeit

Notarkosten Hauskauf 2026: Höhe, Berechnung & Spartipps

Notarkosten Hauskauf 2026: 1,5-2% vom Kaufpreis. Pro 100.000€ zahlst du ca. 2.000€. Berechnung, Zeitplan, 14 Tage Prüfungszeit & warum der Notar NICHT dein Berater ist.

Uta Möllmann - Immobilienökonomin

Uta Möllmann

Immobilienökonomin & Gründerin von RockImmos

Junge Familie mit Kleinkind prüft Notarvertrag und Kaufvertrag beim Hauskauf am Küchentisch in Deutschland 2026

Du kaufst ein Haus – und plötzlich will der Notar 1,5-2% vom Kaufpreis? Bei einem 100.000€-Haus sind das 1.500-2.000€ extra. Geld, das viele Familien nicht eingeplant haben.

In diesem Artikel erfährst du, wie hoch die Notarkosten wirklich sind, wann du sie zahlen musst, und welche wichtigen Punkte du kennen solltest – damit du keine bösen Überraschungen erlebst. Ich zeige dir auch, warum der Notar nicht dein Berater ist und wie du die 14 Tage Prüfungszeit richtig nutzt. Mehr zum gesamten Hauskauf-Prozess findest du in unserem ultimativen Guide. Wenn du als Familie kaufst, lies auch unseren Ratgeber: Hauskauf für junge Familien 2026 – dort erkläre ich, wie du als Familie mit Kindern die Notarkosten in deiner Gesamtplanung richtig einkalkulierst.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Notarkosten betragen 1,5-2% vom Kaufpreis (inkl. Grundbuchkosten)
  • Pro 100.000€ Kaufpreis zahlst du ca. 1.500-2.000€
  • Die Kosten sind gesetzlich festgelegt (GNotKG) und nicht verhandelbar
  • Du hast 14 Tage Prüfungszeit für den Vertragsentwurf – nutze sie!
  • Der Notar ist neutral, aber nicht dein Berater – das kann zu Ungleichgewicht führen
  • Der Vertragsentwurf kostet Geld (200-400€) – auch wenn du nicht kaufst!

💡 Uta's Tipp: Nach 17 Jahren Erfahrung rate ich: Nutze die 14 Tage Prüfungszeit! Viele Familien unterschreiben blind – und bereuen es später.

Was sind Notarkosten beim Hauskauf?

Notarkosten sind die Gebühren, die beim Immobilienkauf für die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags anfallen. Der Notar ist gesetzlich vorgeschrieben – ohne Notar kein Hauskauf!

Der Notar übernimmt:

  • Beurkundung des Kaufvertrags (rechtssicher)
  • Prüfung des Grundbuchs (wer ist Eigentümer?)
  • Eintragung der Auflassungsvormerkung (Käufer wird vorgemerkt)
  • Eintragung ins Grundbuch (Käufer wird Eigentümer)
  • Abwicklung der Kaufpreiszahlung (optional: Treuhandkonto)

Übrigens: Notarkosten sind nur ein Teil der Kaufnebenkosten beim Hauskauf – plane auch Grunderwerbsteuer und ggf. Maklerkosten ein! Mehr dazu in unserem Kaufnebenkosten-Guide. Als Familie lohnt es sich außerdem, die aktuellen Familienförderungen und Baukindergeld-Alternativen 2026 zu kennen.

Mehr zum Thema Kaufnebenkosten? Lies meinen kompletten Hauskauf-Leitfaden – dort erfährst du alles über Budget, Finanzierung, Nebenkosten und die 7 Schritte zum Eigenheim. Sichere dir auch frühzeitig eine Finanzierungszusage, bevor du den Notartermin vereinbarst.

Wichtig: Der Notar ist NICHT dein Berater!

Viele Käufer glauben, der Notar würde sie beraten – das stimmt nicht. Der Notar ist neutral und vertritt weder Käufer noch Verkäufer. Er sorgt nur dafür, dass der Kaufvertrag rechtssicher ist.

Das Problem: Verkäufer sind oft besser vorbereitet (z.B. durch Makler oder Anwälte). Als Käufer bist du dann im Ungleichgewicht – du verstehst vielleicht nicht alle Klauseln im Vertrag, aber der Notar erklärt sie nur oberflächlich.

Uta's Erfahrung: In 17 Jahren habe ich über 500 Familien begleitet. Die meisten unterschreiben den Vertrag blind – und merken erst später, dass wichtige Punkte fehlen (z.B. Mängelrechte, Gewährleistungsausschlüsse).

Mein Tipp: Hole dir eine zweite Meinung ein oder lass dich beim Ablauf und der Organisation unterstützen. So bist du auf Augenhöhe mit dem Verkäufer.

Notarkosten Hauskauf Berlin 2026: Wie hoch sind sie?

Die Notarkosten beim Hauskauf betragen 1,5-2% des Kaufpreises (inkl. Grundbuchkosten).

Aufteilung:

  • Reine Notarkosten: ca. 1,0-1,2% vom Kaufpreis
  • Grundbuchkosten: ca. 0,5% vom Kaufpreis
  • Gesamt: 1,5-2% vom Kaufpreis

Notarkosten Hauskauf berechnen: Pro 100.000€ Kaufpreis

Um dir die Berechnung zu erleichtern, hier die Kosten pro 100.000€ Kaufpreis:

Kaufpreis (je 100.000€)NotarkostenGrundbuchkostenGesamt
100.000€ca. 1.200€ca. 400€ca. 1.600€

Notarkosten Hauskauf Beispiel: Du kaufst ein Haus für 350.000€. Wie viel zahlst du?

  • 350.000€ ÷ 100.000€ = 3,5
  • 3,5 × 1.600€ = 5.600€

Warum schwanken die Kosten? Die Notarkosten sind gesetzlich festgelegt (GNotKG), aber die Höhe hängt vom Kaufpreis und den zusätzlichen Leistungen ab (z.B. Grundschuld-Bestellung für die Bank).

Detaillierte Beispielrechnung (100.000€ Kaufpreis)

Hier eine detaillierte Aufschlüsselung:

PositionKosten (je 100.000€)
Notarkosten: Beurkundung Kaufvertrag390€
Notarkosten: Vollzugstätigkeiten98€
Notarkosten: Betreuungsgebühr98€
Notarkosten: Beurkundungsgebühr Grundschuld196€
Notarkosten: 19% MwSt.149€
Notarkosten Gesamt931€
Grundbuchkosten: Auflassungsvormerkung eintragen98€
Grundbuchkosten: Eigentümer umschreiben196€
Grundbuchkosten: Grundschuld eintragen196€
Grundbuchkosten: Auflassungsvormerkung löschen25€
Grundbuchkosten Gesamt515€
GESAMT (je 100.000€)1.446€

Hinweis: Die genauen Kosten können je nach Vertrag und zusätzlichen Leistungen variieren.

Was gehört zu den Notarkosten?

Die Notarkosten umfassen alle Leistungen des Notars und des Grundbuchamts:

✅ Gehört zu den Notarkosten:

  • Beurkundung des Kaufvertrags
  • Prüfung des Grundbuchs
  • Eintragung der Auflassungsvormerkung (Käufer wird vorgemerkt)
  • Eintragung ins Grundbuch (Eigentumsübergang)
  • Löschung alter Grundschulden (falls vorhanden)
  • Bestellung neuer Grundschulden (für Bankfinanzierung)
  • Treuhandabwicklung (optional: Notaranderkonto)

❌ Gehört NICHT zu den Notarkosten:

  • Grunderwerbsteuer (6% in Berlin)
  • Maklerprovision (falls Makler beteiligt)
  • Gutachterkosten (falls Sachverständiger beauftragt)
  • Finanzierungskosten (Bankgebühren)

Notaranderkonto: Optional oder Pflicht?

Wichtig: Das Notaranderkonto ist NICHT Pflicht! Viele Notare bieten es an, aber du kannst auch direkt an den Verkäufer überweisen (nach Grundbucheintrag).

Vorteile Notaranderkonto:

  • ✅ Sicherer (Geld wird erst nach Grundbucheintrag freigegeben)
  • ✅ Notar überwacht die Zahlung

Nachteile Notaranderkonto:

  • ❌ Kostet extra (ca. 200-400€)
  • ❌ Verzögerung (Geld muss erst auf Notaranderkonto, dann an Verkäufer)

Uta's Tipp: Bei privaten Käufen ohne Makler kannst du auf das Notaranderkonto verzichten und direkt überweisen – das spart 200-400€!

Notarkosten Hauskauf: Wer zahlt – Käufer oder Verkäufer?

Der Käufer zahlt die Notarkosten (nicht der Verkäufer!).

Das ist gesetzlich so üblich – der Käufer beauftragt den Notar und zahlt die Kosten. Der Verkäufer hat mit den Notarkosten nichts zu tun.

Aber: Im Kaufvertrag kann vereinbart werden, dass der Verkäufer die Notarkosten übernimmt. Das ist aber extrem selten und nur bei sehr guten Verhandlungen möglich.

Ausnahme: Wenn der Verkäufer alte Grundschulden löschen lassen muss, zahlt er die Löschungskosten (ca. 0,2% vom Kaufpreis).

Notarkosten Hauskauf Fälligkeit: Wann musst du zahlen?

Die Notarkosten werden nach dem Notartermin fällig. Der Ablauf:

  1. Notartermin: Du unterschreibst den Kaufvertrag beim Notar.
  2. Rechnung kommt: 1-2 Wochen nach dem Notartermin erhältst du die Notarrechnung per Post.
  3. Zahlung: Du hast 2-4 Wochen Zeit zu zahlen (je nach Notar).
  4. Grundbucheintrag: Nach Zahlung der Grunderwerbsteuer + Notarkosten wird der Eigentumsübergang im Grundbuch eingetragen.

Wichtig: Die Notarkosten müssen vor dem Grundbucheintrag bezahlt sein – sonst verzögert sich der Eigentumsübergang!

Timeline: Wann zahlt man was?

Hier eine Übersicht, wann du welche Kosten zahlen musst:

ZeitpunktWas passiert?Kosten
Vor NotarterminVertragsentwurf prüfen (14 Tage)200-400€ (auch ohne Kauf!)
NotarterminKaufvertrag unterschreiben0€ (Rechnung kommt später)
1-2 Wochen nach NotarterminNotarrechnung erhalten1.500-2.000€ (je 100.000€)
2-4 Wochen nach NotarterminGrunderwerbsteuer zahlen6% in Berlin
4-8 Wochen nach NotarterminGrundbucheintrag0€ (schon in Notarkosten enthalten)
Nach GrundbucheintragKaufpreis zahlenKaufpreis

Uta's Tipp: Plane die Notarkosten + Grunderwerbsteuer von Anfang an ein – sonst wird's eng!

14 Tage Prüfungszeit für den Vertragsentwurf

Bevor du den Kaufvertrag unterschreibst, schickt dir der Notar einen Vertragsentwurf zur Prüfung. Du hast in der Regel 14 Tage Zeit, den Entwurf zu prüfen (bei Makler-Vermittlung üblich).

Wichtig:

  • Der Entwurf kostet Geld – auch wenn du am Ende nicht kaufst! (ca. 200-400€)
  • Nutze die 14 Tage – hole dir eine zweite Meinung ein
  • Verkäufer sind oft besser vorbereitet – du solltest es auch sein!

Uta's Erfahrung: Viele Familien unterschreiben den Vertrag blind, weil sie denken "der Notar hat das schon geprüft". Aber der Notar ist nicht dein Berater – er erklärt nur, was im Vertrag steht, aber nicht ob es für dich gut ist!

Worauf du achten solltest:

  1. Mängelrechte: Sind Mängel ausgeschlossen? (z.B. "gekauft wie gesehen")
  2. Gewährleistung: Gibt es eine Gewährleistung? (meist ausgeschlossen bei Privatverkauf)
  3. Zahlungsmodalitäten: Wann zahlst du den Kaufpreis? (nach Grundbucheintrag!)
  4. Besitzübergang: Wann bekommst du die Schlüssel? (nach Kaufpreiszahlung!)
  5. Lasten und Beschränkungen: Gibt es Wegerechte, Wohnrechte, etc.?

Zahlungsfrist verpasst?

Wenn du die Zahlungsfrist verpasst, drohen:

  • Mahngebühren: 5-10€ pro Mahnung
  • Verzugszinsen: 5% über Basiszinssatz (ca. 9% pro Jahr!)
  • Verzögerung des Grundbucheintrags: Du bist noch nicht offizieller Eigentümer!

Mein Tipp: Zahle die Notarkosten sofort nach Erhalt der Rechnung – so vermeidest du Verzögerungen und bist schneller Eigentümer.

Versteckte Kosten: Was viele nicht wissen

Neben den Notarkosten gibt es noch weitere Kosten, die viele Familien nicht einplanen:

1. Vertragsentwurf kostet Geld (auch ohne Kauf!)

Wichtig: Der Vertragsentwurf kostet Geld (ca. 200-400€) – auch wenn du am Ende nicht kaufst!

Viele Käufer wissen das nicht und sind überrascht, wenn sie eine Rechnung bekommen, obwohl sie den Vertrag nicht unterschrieben haben.

Uta's Tipp: Kläre vor dem Notartermin, ob du den Entwurf wirklich haben möchtest. Wenn du noch unsicher bist, warte lieber noch.

2. Verzugszinsen bei verspäteter Zahlung

Wenn du die Notarkosten nicht rechtzeitig zahlst, fallen Verzugszinsen an (ca. 9% pro Jahr!). Das kann teuer werden.

Beispiel: Du zahlst 1.500€ Notarkosten 3 Monate zu spät.

  • Verzugszinsen: 1.500€ × 9% ÷ 12 Monate × 3 Monate = 34€

Uta's Tipp: Zahle sofort nach Erhalt der Rechnung – so vermeidest du Verzugszinsen.

3. Notaranderkonto ist optional (spart 200-400€)

Viele Notare bieten ein Notaranderkonto an – aber das ist NICHT Pflicht! Du kannst auch direkt an den Verkäufer überweisen (nach Grundbucheintrag).

Spartipp: Bei privaten Käufen ohne Makler kannst du auf das Notaranderkonto verzichten und direkt überweisen – das spart 200-400€!

Notarkosten finanzieren: Geht das?

Notarkosten solltest du immer aus deinem Ersparten bezahlen – nicht finanzieren. Warum? Banken finanzieren Kaufnebenkosten ungern und erheben höhere Zinsen. Besser: Plane die Notarkosten von Anfang an ein und zahle sie aus Eigenkapital.

Warum? Banken wollen, dass du einen Teil des Risikos trägst. Wenn du keine Nebenkosten zahlen kannst, bist du für die Bank ein höheres Risiko → höhere Zinsen oder Ablehnung.

Mein Tipp: Zahle die Notarkosten immer aus Eigenkapital – das ist die sicherste Variante. Plane die Nebenkosten von Anfang an ein – so vermeidest du böse Überraschungen.

Beispiel: Du kaufst ein Haus für 400.000€.

  • Eigenkapital: 80.000€ (20%)
  • Nebenkosten: ca. 40.000€ (10% = Grunderwerbsteuer + Notar + ggf. Makler)
  • Gesamt benötigt: 120.000€ Eigenkapital

Wenn du nur 80.000€ Eigenkapital hast, musst du die 40.000€ Nebenkosten mitfinanzieren → höhere Zinsen.

Kundenbeispiele: So lief's bei anderen Familien

Familie Müller (Berlin-Pankow, 2 Kinder)

Situation: Familie Müller kaufte ein Reihenhaus für 450.000€ in Berlin-Pankow. Sie hatten 90.000€ Eigenkapital (20%) und dachten, das reicht.

Problem: Sie vergaßen die Nebenkosten! Notarkosten (7.200€) + Grunderwerbsteuer (27.000€) + Makler (16.000€) = 50.200€.

Was passierte: Sie mussten die 50.200€ Nebenkosten mitfinanzieren. Die Bank erhöhte den Zinssatz um 0,3% (von 3,2% auf 3,5%), weil das Eigenkapital-Verhältnis schlechter wurde. Über 25 Jahre Laufzeit kostete sie das ca. 15.000€ mehr Zinsen!

Uta's Kommentar: "Familie Müller kam zu mir, als es schon zu spät war. Sie hatten den Kaufvertrag unterschrieben und merkten erst danach, dass das Geld nicht reicht. Wir konnten die Finanzierung noch retten, aber es war knapp. Hätten sie mich vorher gefragt, hätten wir die Nebenkosten von Anfang an eingeplant."

Learnings:

  • ✅ Plane 10-15% Nebenkosten ein (nicht nur 10%!)
  • ✅ Rechne mit Puffer (Renovierung, Möbel, etc.)
  • ✅ Hole dir Hilfe BEVOR du unterschreibst

Familie Schmidt (Brandenburg, 1 Kind)

Situation: Familie Schmidt kaufte ein Einfamilienhaus für 300.000€ in Brandenburg. Sie hatten 80.000€ Eigenkapital und planten die Nebenkosten ein.

Erfolg: Sie zahlten Notarkosten (4.800€) + Grunderwerbsteuer (19.500€) aus Eigenkapital – keine Finanzierung nötig!

Was sie richtig machten:

  • ✅ Nebenkosten von Anfang an eingeplant
  • ✅ Puffer für Renovierung (10.000€)
  • ✅ Vertragsentwurf prüfen lassen (über meine Beratung)
  • ✅ Auf Notaranderkonto verzichtet (300€ gespart)

Uta's Kommentar: "Familie Schmidt war perfekt vorbereitet. Sie hatten sich vorher informiert, wussten genau, was auf sie zukommt, und hatten einen Puffer eingeplant. Der Hauskauf lief reibungslos – so soll es sein!"

Uta's Tipp: Brandenburg hat niedrigere Grunderwerbsteuer (6,5% statt 6% in Berlin) – das spart bei 300.000€ Kaufpreis ca. 1.500€!

Berlin vs. Brandenburg: Wo ist es günstiger?

Viele Familien fragen mich: "Soll ich in Berlin oder Brandenburg kaufen?" Die Antwort: Brandenburg ist günstiger – aber nicht nur wegen der Grunderwerbsteuer!

Kostenvergleich (300.000€ Kaufpreis)

PositionBerlinBrandenburgErsparnis
Kaufpreis300.000€300.000€0€
Grunderwerbsteuer18.000€ (6%)19.500€ (6,5%)-1.500€
Notarkosten4.800€4.800€0€
Makler (optional)10.710€ (3,57%)10.710€ (3,57%)0€
Gesamt Nebenkosten33.510€35.010€-1.500€

Aber: In Brandenburg sind die Kaufpreise oft niedriger! Für 300.000€ bekommst du in Brandenburg ein größeres Haus als in Berlin.

Uta's Tipp: Wenn du in Brandenburg kaufst, spare die 1.500€ Mehrkosten bei der Grunderwerbsteuer durch Verhandlung beim Kaufpreis – dann bist du sogar günstiger dran!

5 Spartipps: So reduzierst du die Notarkosten

1. Notaranderkonto verzichten (spart 200-400€)

Das Notaranderkonto ist NICHT Pflicht! Bei privaten Käufen ohne Makler kannst du direkt an den Verkäufer überweisen (nach Grundbucheintrag) – das spart 200-400€.

Uta's Erfahrung: "90% meiner Kunden verzichten auf das Notaranderkonto – und hatten noch nie Probleme. Die 300€ Ersparnis lohnen sich!"

2. Vertragsentwurf nur einmal anfordern

Der Vertragsentwurf kostet 200-400€ – auch wenn du nicht kaufst! Fordere ihn nur an, wenn du dir sicher bist.

Uta's Tipp: "Kläre vorher alle Fragen mit dem Verkäufer. Erst wenn du dir sicher bist, fordere den Entwurf an."

3. Grundschuld-Bestellung direkt beim Notar

Manche Banken verlangen eine separate Grundschuld-Bestellung – das kostet extra! Lass die Grundschuld direkt beim Kaufvertrag beurkunden – das spart Zeit und Geld.

Uta's Tipp: "Frage deine Bank, ob sie die Grundschuld direkt beim Kaufvertrag beurkunden lassen kann. Das spart ca. 200€."

4. Alte Grundschulden löschen lassen (Verkäufer zahlt)

Wenn der Verkäufer alte Grundschulden hat, muss er die Löschungskosten zahlen (ca. 0,2% vom Kaufpreis). Achte darauf, dass das im Kaufvertrag steht!

Uta's Tipp: "Viele Verkäufer versuchen, die Löschungskosten auf den Käufer abzuwälzen. Das ist nicht üblich – bestehe darauf, dass der Verkäufer zahlt!"

5. Kaufpreis verhandeln (spart mehr als Notarkosten!)

Die Notarkosten sind gesetzlich festgelegt – aber der Kaufpreis nicht! Verhandle den Kaufpreis – das spart mehr als alle Spartipps zusammen.

Beispiel: Du verhandelst den Kaufpreis von 300.000€ auf 290.000€ (3,3% Rabatt).

  • Ersparnis Kaufpreis: 10.000€
  • Ersparnis Notarkosten: 160€ (1,6% von 10.000€)
  • Ersparnis Grunderwerbsteuer: 600€ (6% von 10.000€)
  • Gesamt: 10.760€ gespart!

Uta's Tipp: "Die meisten Familien konzentrieren sich auf Spartipps bei den Nebenkosten – dabei liegt das größte Sparpotenzial beim Kaufpreis! Verhandle hart – es lohnt sich!"

7 wichtige Punkte, die du über Notarkosten wissen musst

1. Der Notar ist neutral – aber nicht dein Berater

Der Notar ist gesetzlich verpflichtet, neutral zu sein. Er vertritt weder Käufer noch Verkäufer, sondern sorgt nur dafür, dass der Kaufvertrag rechtssicher ist.

Das Problem: Verkäufer sind oft besser vorbereitet (z.B. durch Makler oder Anwälte). Als Käufer bist du dann im Ungleichgewicht – du verstehst vielleicht nicht alle Klauseln im Vertrag, aber der Notar erklärt sie nur oberflächlich.

Mein Tipp: Hole dir eine zweite Meinung ein oder lass dich beim Ablauf und der Organisation unterstützen. So bist du auf Augenhöhe mit dem Verkäufer.

2. 14 Tage Prüfungszeit für den Entwurf nutzen

Du hast in der Regel 14 Tage Zeit, den Vertragsentwurf zu prüfen (bei Makler-Vermittlung üblich). Nutze diese Zeit!

Warum? Viele Familien unterschreiben den Vertrag blind, weil sie denken "der Notar hat das schon geprüft". Aber der Notar ist nicht dein Berater – er erklärt nur, was im Vertrag steht, aber nicht ob es für dich gut ist!

Mein Tipp: Hole dir eine zweite Meinung ein. So vermeidest du teure Fehler.

3. Entwurf kostet Geld (auch ohne Kauf)

Wichtig: Der Vertragsentwurf kostet Geld (ca. 200-400€) – auch wenn du am Ende nicht kaufst!

Viele Käufer wissen das nicht und sind überrascht, wenn sie eine Rechnung bekommen, obwohl sie den Vertrag nicht unterschrieben haben.

Mein Tipp: Kläre vor dem Notartermin, ob du den Entwurf wirklich haben möchtest. Wenn du noch unsicher bist, warte lieber noch.

4. Notarkosten sind nicht verhandelbar

Die Notarkosten sind gesetzlich festgelegt (GNotKG) und nicht verhandelbar. Du kannst also nicht mit dem Notar über die Kosten verhandeln.

Aber: Du kannst die Kosten reduzieren, indem du bestimmte Leistungen nicht in Anspruch nimmst (z.B. Notaranderkonto).

5. Notaranderkonto ist optional (spart 200-400€)

Viele Notare bieten ein Notaranderkonto an – aber das ist NICHT Pflicht! Du kannst auch direkt an den Verkäufer überweisen (nach Grundbucheintrag).

Spartipp: Bei privaten Käufen ohne Makler kannst du auf das Notaranderkonto verzichten und direkt überweisen – das spart 200-400€!

6. Notarkosten einplanen – sonst wird's teuer

Viele Familien vergessen die Notarkosten bei der Finanzplanung – und stehen dann vor einem Problem. Plane die Notarkosten von Anfang an ein!

Faustregel: Plane 10-15% vom Kaufpreis für Nebenkosten ein (Grunderwerbsteuer + Notar + ggf. Makler + Renovierung).

Beispiel: Du kaufst ein Haus für 400.000€.

  • Nebenkosten: ca. 40.000-60.000€ (je nach Projekt + Puffer)
  • Eigenkapital benötigt: 80.000€ (20%) + 40.000€ (Nebenkosten) = 120.000€

7. Verzugszinsen vermeiden (zahle sofort!)

Wenn du die Notarkosten nicht rechtzeitig zahlst, fallen Verzugszinsen an (ca. 9% pro Jahr!). Das kann teuer werden.

Mein Tipp: Zahle die Notarkosten sofort nach Erhalt der Rechnung – so vermeidest du Verzögerungen und bist schneller Eigentümer.

Fazit: Notarkosten einplanen & Vertragsentwurf prüfen lassen

Notarkosten sind ein fester Bestandteil des Hauskaufs und betragen 1,5-2% vom Kaufpreis. Pro 100.000€ Kaufpreis zahlst du ca. 1.500-2.000€.

Die 3 wichtigsten Punkte:

  1. Plane die Notarkosten von Anfang an ein – sonst wird's teuer!
  2. Nutze die 14 Tage Prüfungszeit für den Vertragsentwurf – hole dir eine zweite Meinung ein!
  3. Der Notar ist NICHT dein Berater – er ist neutral, aber das kann zu Ungleichgewicht führen.

Uta's Schlusswort: Nach 17 Jahren Erfahrung und über 500 begleiteten Familien kann ich dir sagen: Die meisten Fehler passieren, weil Käufer den Vertrag nicht richtig prüfen. Nimm dir die Zeit – es geht um dein Traumhaus!


Quellen

[1] Dr. Klein: Notarkosten Hauskauf: Wie hoch sind die Notargebühren? (https://www.drklein.de/notarkosten-hauskauf.html)

[2] Bundesministerium der Justiz: Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) (https://www.gesetze-im-internet.de/gnotkg/)

[3] Interhyp: Notar- und Grundbuchkostenrechner (https://www.interhyp.de/notar-grundbuchkostenrechner/)

Häufig gestellte Fragen

Teilen:
🎁 Kostenlos herunterladen

Die 5 größten Fehler beim Hauskauf

Hol dir jetzt die kostenlose Anleitung und erfahre, welche Fehler Familien 30.000€ und mehr kosten – und wie du sie vermeidest.

Das könnte dich auch interessieren

Kaufvorbereitung

Hauskauf bereut? Was Familien wirklich bedauern – und wie ihr es vermeidet (2026)

Was bereuen Immobilienbesitzer wirklich? Eine repräsentative Studie zeigt die 5 häufigsten Gründe für Reue nach dem Hauskauf – und wie ihr jeden davon vermeidet.

Jetzt lesen
Kaufvorbereitung

Kaufnebenkosten beim Hauskauf 2026: Der komplette Guide (inkl. versteckte Kosten!)

Beim Hauskauf zahlst du nicht nur den Kaufpreis! Die Kaufnebenkosten betragen 10-15% des Kaufpreises – bei einem 100.000€-Haus sind das 10.000-15.000€ extra. Die größten Posten: Grunderwerbsteuer (3,5-6,5%), Notar (1,5-2%), Makler (3,57%), Grundbuch (0,5%). Viele Familien vergessen versteckte Kosten wie Renovierung, Umzug oder die erste Einrichtung.

Jetzt lesen
Familie

Hauskauf für junge Familien 2026: Der komplette Ratgeber

Hauskauf für junge Familien: Budget mit Elternzeit, KfW-Förderung, Platzbedarf & Timing. Der komplette Ratgeber 2026 – ehrlich, praxisnah, familienfreundlich.

Jetzt lesen
Finanzierung

Baukindergeld: Was jetzt stattdessen? (2026)

Baukindergeld wurde 2023 abgeschafft. Aber: Es gibt 5 Alternativen für Familien 2026 – mit ehrlicher Einschätzung aus 15 Jahren Finanzierungserfahrung.

Jetzt lesen
Finanzierung

Hauskauf: Der ultimative Leitfaden für Familien (2026)

Hauskauf in 7 Schritten: Budget prüfen, Finanzierung sichern, Immobilie suchen, Besichtigen, Kaufangebot, Notartermin, Schlüsselübergabe. Mit 17 Jahren Erfahrung und über 500 begleiteten Familien zeige ich dir, wie du als Familie entspannt und sicher dein Traumhaus findest.

Jetzt lesen
Familie

Neubau oder Altbau? Der ehrliche Vergleich für Familien (2025)

Vergleichstabellen, Kostenrechner und Entscheidungs-Guide. Inkl. 150+ versteckte Kosten-Liste.

Jetzt lesen

Deine Privatsphäre ist uns wichtig

Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um dir ein optimales Nutzungserlebnis zu bieten. Einige sind technisch notwendig, andere helfen uns, unsere Website zu verbessern und dir relevante Inhalte anzuzeigen. Du kannst deine Einwilligung jederzeit widerrufen.

Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung →